Warum bestätigt meine Lizenz nicht meine Rechte zur Verbreitung oder Monetarisierung?

Das ist das häufigste Hindernis, das wir sehen: Ein Künstler hat eine unterschriebene Lizenz in der Hand, aber die Veröffentlichung wird trotzdem abgelehnt. Der Grund ist meist, dass eine „Copyright-Lizenz“ kein universeller „All-Access-Pass“ ist. In der Musikindustrie sind Genehmigungen sehr spezifisch, und das Recht, ein Werk zu nutzen, ist nicht dasselbe wie das Recht, es zu verkaufen.

Hier ist die praktische Aufschlüsselung, warum eine Standard-Copyright-Lizenz oft für die Verbreitung nicht ausreicht:


1. Das Recht „zu nutzen“ vs. das Recht „zu verbreiten“

Das ist der Kern des Problems. Viele Lizenzen gewähren Ihnen ein Nutzungsrecht – die Erlaubnis, einen Song in einem bestimmten Kontext abzuspielen oder in ein Projekt einzubinden. Allerdings ist Verbreitung ein rechtlich separates Recht. Es ist die spezifische Erlaubnis, einen Track zu reproduzieren, zu unterlizenzieren und über Stores wie Spotify, Apple Music oder SoundCloud an die Öffentlichkeit zu verkaufen.

  • Die Realität: Wenn Ihre Lizenz nicht ausdrücklich „Verbreitung“ oder „Digitale Kommunikation an die Öffentlichkeit“ nennt, hat der Rechteinhaber diese Rechte wahrscheinlich für sich behalten.

2. Zweckgebundene Einschränkungen

Lizenzen sind oft „zweckgebunden“. Sie könnten eine Lizenz für öffentliche Aufführung (das Abspielen des Tracks an einem Veranstaltungsort) oder Anzeige (das Zeigen von Texten oder Artwork) haben.

  • Die Realität: Diese decken keine kommerzielle Nutzung ab. Wenn Sie einen Track verbreiten, fordern Sie Tantiemen an. Wenn Ihre Lizenz für „persönliche“, „pädagogische“ oder „gemeinnützige“ Nutzung gilt, wird sie den Überprüfungsprozess für eine kommerzielle Veröffentlichung nicht bestehen.

3. Einschränkungen bei abgeleiteten Werken

Wenn Sie eine Lizenz haben, um ein abgeleitetes Werk zu erstellen – wie einen Remix oder einen Song, der ein Sample verwendet – gibt Ihnen diese Lizenz die Erlaubnis, die Musik zu erstellen. Sie gibt Ihnen nicht automatisch das Recht, diese Musik zu vermarkten.

  • Die Realität: Ursprüngliche Schöpfer erlauben oft, ihre Werke zu remixen, behalten sich aber das „Recht des ersten Verkaufs“ vor. Sie haben möglicherweise das kreative „grüne Licht“, aber nicht das kommerzielle.

4. Bedingte „Kleingedruckte“ (Zeit und Geografie)

Lizenzen sind oft Verträge mit strengen Grenzen. Eine Copyright-Lizenz könnte nur für ein bestimmtes Gebiet gültig sein (z. B. nur Nordamerika) oder für einen bestimmten Zeitraum (z. B. gültig für 12 Monate).

  • Die Realität: Globale Verbreitung erfordert weltweite Rechte, die nicht ablaufen. Wenn Ihre Lizenz „Limits“ für die Anzahl der Streams oder den Ort, an dem die Musik gehört werden darf, enthält, ist es technisch gesehen eine begrenzte Lizenz und kein verteilungsberechtigter Vertrag.


So prüfen Sie Ihre Lizenz auf Verbreitungsrechte:

Um sicherzustellen, dass Ihre Veröffentlichung genehmigt wird, öffnen Sie Ihre Vereinbarung und suchen Sie nach diesen spezifischen „Power-Phrasen“. Wenn sie fehlen, reicht Ihre Lizenz wahrscheinlich nicht aus:

  • Worauf Sie achten sollten: „Recht zur kommerziellen Verbreitung“, „Recht zur Unterlizenzierung an DSPs“, „Digitale Kommunikation an die Öffentlichkeit“, oder „Uneingeschränkte kommerzielle Nutzung“.

  • Was Sie vermeiden sollten: „Nur interne Nutzung“, „Nicht-kommerziell“, „Nur Aufführungsrechte“, oder „Beschränkt auf [Name des spezifischen Projekts].“

Das Fazit: Eine Lizenz ist eine eingeschränkte Erlaubnis. Wenn die Grenzen dieser Erlaubnis nicht ausdrücklich das Wort „Verbreitung“ enthalten, erfüllt sie nicht die Anforderungen für eine weltweite Veröffentlichung. Sie müssen einen alternativen Nachweis der Rechte oder einen Screenshot Ihrer Digital Audio Workstation (DAW) hochladen.

War dieser Beitrag hilfreich?

Haben Sie Fragen? Anfrage einreichen